Fellpflege bei Hund und Katze: glänzendes Fell, weniger Haare & gesunde Haut
Fellpflege ist mehr als nur Bürsten. Sie hilft, lose Haare zu entfernen, Verfilzungen zu vermeiden und Hautprobleme frühzeitig zu erkennen. Hier findest du eine einfache, stressfreie Routine für Hunde und Katzen.
Zu den kostenlosen PawGlow Tools →Ein gepflegtes Fell sieht nicht nur schön aus. Es schützt die Haut, unterstützt die Temperaturregulation und zeigt oft, wie es deinem Tier gesundheitlich geht. Stumpfes Fell, Juckreiz, Schuppen, kahle Stellen oder starke Verfilzungen können Hinweise sein, dass dein Tier mehr Pflege oder tierärztliche Hilfe braucht.
Warum regelmäßige Fellpflege so wichtig ist
Weniger Verfilzungen
Regelmäßiges Bürsten entfernt lose Haare und verhindert, dass sich Knoten im Fell bilden.
Gesündere Haut
Sanftes Bürsten wirkt wie eine kleine Massage und kann die Hautdurchblutung unterstützen.
Frühere Kontrolle
Beim Bürsten erkennst du schneller Zecken, Hautreizungen, Schuppen, kleine Wunden oder ungewöhnliche Veränderungen.
Wie oft solltest du dein Tier bürsten?
| Felltyp | Empfohlene Pflege | Wichtig |
|---|---|---|
| Kurzhaar-Hund | 1–2 Mal pro Woche bürsten | Lose Haare entfernen, Haut kontrollieren |
| Langhaar-Hund | Mehrmals pro Woche, oft täglich | Besonders hinter Ohren, Achseln, Bauch und Rute prüfen |
| Hund mit Unterwolle | Regelmäßig mit Unterwollbürste pflegen | Im Fellwechsel intensiver bürsten |
| Kurzhaar-Katze | 1 Mal pro Woche reicht oft aus | Besonders im Fellwechsel öfter bürsten |
| Langhaar-Katze | Täglich oder fast täglich | Verfilzungen früh lösen, nicht ziehen |
Das richtige Werkzeug für Fellpflege
- Weiche Bürste: Gut für empfindliche Tiere und kurze Pflegeeinheiten.
- Kamm: Hilft, kleine Knoten zu finden und das Fell genauer zu kontrollieren.
- Unterwollbürste: Sinnvoll bei Hunden und Katzen mit dichter Unterwolle.
- Entfilzungskamm: Für kleine Verfilzungen, aber nur vorsichtig verwenden.
- Grooming-Handschuh: Ideal für Tiere, die klassische Bürsten nicht mögen.
- Feuchtes Tuch: Für Pfoten, Bauch oder einzelne schmutzige Stellen.
Schritt-für-Schritt: Stressfreie Fellpflege beim Hund
- Ruhigen Moment wählen: Beginne nach einem Spaziergang oder wenn dein Hund entspannt ist.
- Kurz starten: Bürste am Anfang nur 2–5 Minuten. So bleibt die Erfahrung positiv.
- Mit angenehmen Stellen beginnen: Starte am Rücken oder an der Seite. Empfindliche Bereiche wie Bauch, Rute und Achseln kommen später.
- In Fellrichtung arbeiten: Bürste sanft und ohne Druck. Ziehen erzeugt Stress.
- Knoten mit den Fingern lösen: Kleine Verfilzungen zuerst mit den Fingern lockern, dann vorsichtig kämmen.
- Belohnen: Nach jeder ruhigen Minute loben oder ein kleines Leckerli geben.
- Kontrollieren: Schaue nach Zecken, Hautreizungen, Schuppen, Rötungen oder kleinen Wunden.
Schritt-für-Schritt: Fellpflege bei der Katze
- Warte auf einen ruhigen Moment: Viele Katzen akzeptieren Bürsten besser, wenn sie gerade entspannt liegen.
- Kurze Einheiten: 1–3 Minuten reichen am Anfang völlig aus.
- Sanft anfangen: Starte mit einer weichen Bürste oder einem Grooming-Handschuh.
- Nicht festhalten: Wenn deine Katze weggehen möchte, lass sie. Zwang macht die nächste Pflege schwieriger.
- Langhaarkatzen täglich prüfen: Besonders Bauch, Brust, Achseln und hinter den Ohren neigen zu Knoten.
- Belohnung geben: Ein Leckerli oder ruhiges Streicheln hilft, die Fellpflege positiv zu verknüpfen.
Fellwechsel: Was du beachten solltest
Im Frühjahr und Herbst verlieren viele Hunde und Katzen mehr Haare. In dieser Zeit kann tägliches oder häufigeres Bürsten sinnvoll sein. So entfernst du lose Haare, entlastest die Haut und reduzierst Haare in Wohnung, Kleidung und Möbeln.
- Während des Fellwechsels öfter bürsten.
- Unterwolle nicht mit Gewalt herausziehen.
- Bei starkem Juckreiz, kahlen Stellen oder Hautrötung tierärztlich abklären lassen.
- Wasser bereitstellen und auf gutes Futter achten.
- Fellpflege als kurze Routine in den Alltag einbauen.
Verfilzungen richtig lösen
Verfilzungen entstehen oft an Stellen, an denen Reibung entsteht: hinter den Ohren, unter den Achseln, am Bauch, an der Brust, an den Hinterbeinen und rund um die Rute.
So gehst du richtig vor
- Fell teilen: Schau dir die verfilzte Stelle genau an.
- Mit den Fingern lockern: Kleine Knoten vorsichtig auseinanderziehen.
- Von außen nach innen kämmen: Nicht direkt am Knoten reißen.
- Bei Schmerz stoppen: Wenn dein Tier unruhig wird, mache eine Pause.
- Bei starken Verfilzungen Hilfe holen: Groomer oder Tierarzt sind dann sicherer.
Sollte man Hund oder Katze baden?
Baden ist nicht immer nötig. Viele Tiere brauchen kein regelmäßiges Vollbad. Oft reicht es, einzelne schmutzige Stellen mit einem feuchten Tuch zu reinigen. Zu häufiges Baden kann die Haut reizen und den natürlichen Schutzfilm stören.
- Hund: Nur baden, wenn er stark verschmutzt ist oder es medizinisch empfohlen wurde.
- Katze: Katzen reinigen sich normalerweise selbst. Baden nur in besonderen Fällen oder nach tierärztlicher Empfehlung.
- Shampoo: Verwende nur milde Pflegeprodukte für Tiere, niemals normales Menschenshampoo.
- Trocknen: Nach dem Baden gut trocknen, besonders bei dichtem Fell.
Warnzeichen: Wann du zum Tierarzt solltest
- Starker oder plötzlicher Fellverlust
- Kahle Stellen
- Schuppen mit Juckreiz
- Rötungen, Wunden oder Krusten
- Unangenehmer Geruch der Haut
- Häufiges Kratzen, Beißen oder Lecken
- Parasiten wie Flöhe, Milben oder Zecken
- Starke Verfilzungen, die schmerzhaft wirken
Die perfekte 5-Minuten-Fellroutine
Minute 1
Tier ruhig begrüßen, Pfoten und Körper kurz anfassen, entspannt starten.
Minute 2–3
Rücken, Seiten und Brust sanft bürsten. Nicht ziehen.
Minute 4
Problemstellen prüfen: Ohren, Achseln, Bauch, Rute und Hinterbeine.
Minute 5
Loben, Leckerli geben und mit einer positiven Erfahrung beenden.
Willst du wissen, welche Pflege-Routine zu deinem Tier passt?
Bald findest du auf PawGlow einen kostenlosen Pflege-Quiz für Hunde und Katzen. Bis dahin kannst du unsere Tools nutzen und deine Pflegeroutine verbessern.
Kostenlose Tools ansehen →FAQ: Häufige Fragen zur Fellpflege
Wie oft sollte ich meinen Hund bürsten?
Das hängt vom Felltyp ab. Kurzhaarige Hunde brauchen oft nur 1–2 Pflegeeinheiten pro Woche. Langhaarige Hunde oder Hunde mit viel Unterwolle sollten häufiger gebürstet werden.
Muss ich meine Katze bürsten?
Viele Katzen pflegen sich selbst. Langhaarkatzen, ältere Katzen oder Katzen im Fellwechsel profitieren aber von regelmäßiger Unterstützung


